Raps: Das gelbe und grüne Gold

9. Mai 2022
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Es ist Mai, der Raps blüht und ist dieser Tage auf vielen Feldern zu sehen. Raps wird meist mit Rapsöl oder Biodiesel in Verbindung gebracht, doch die Rapssaat lässt sich noch für einiges mehr nutzen …

Raps und Rapssaat liefern uns neben Rapsöl und Kraftstoff noch eine Reihe weiterer Produkte:

Eiweißfutter
Rapskuchen sind ein wichtiges Eiweißergänzungsfutter für Rinder, Schweine und andere Tiere. Regional erzeugte Rapskuchen helfen, importiertes Futtermittel aus südamerikanischem Soja zu ersetzen, was die gesamte CO2-Bilanz verbessert.

Glycerin
Glycerin ist ein Zuckeralkohol, der aus Ölen und Fetten gewonnen wird – klar, geruchlos, leicht süßlich im Geschmack und stark wasserbindend. Es wird häufig in der Kosmetik- und Pharmaindustrie eingesetzt und findet sich unter anderem in Handdesinfektionsmitteln, Reinigungsmitteln, Lebensmitteln und Cremes.

Raps ist eine wichtige landwirtschaftliche Kultur, da er unter anderem den Getreideertrag des Feldes im folgenden Jahr um 10 bis 15 % steigern hilft.

Aus der Rapssaat wird etwa die Hälfte zu B100 Biodiesel RME Premium, eine weitere Hälfte zu Eiweißfutter, und der übrige Teil zu Glycerin.

Rund 32 % der auf dem Rapsfeld erzeugten Biomasse werden für Energie und Kraftstoff genutzt. Der überwiegende Teil des Fetts aus der Saat fließt in Rapskuchen und ansonsten in Rapsöl, wobei der Absatz von Fett in diesen Markt normalerweise begrenzt ist und rückläufig war – was sich durch den Krieg natürlich verändert hat. Unter normalen Umständen, in denen das Futter für die Tiere weiterhin benötigt wird, ist Biodiesel daher ein naheliegender Absatzweg für den restlichen Raps, damit alles genutzt wird und nichts verschwendet wird.

Unsere Lieferanten optimieren fortlaufend, um die Rapssaat bestmöglich zu verwerten, damit möglichst viel Glycerin und Speiseöl aus dem Produkt gewonnen werden – da dies den größten Wert hat.

Die Rapsproduktion trägt somit dazu bei, fossile Kraftstoffe zu verdrängen, da sie die CO2-Emissionen gegenüber regulärem Diesel um bis zu 70 % senkt, und ersetzt zugleich importiertes Soja als Tierfutter – was insgesamt sehr sinnvoll fürs Klima ist.

Einen vollständigen Leitfaden zu Biodiesel – Umesterung, EN-14214-Eigenschaften, Kälteverhalten und RED-III-Vorgaben – finden Sie in unserem ausführlichen Leitfaden zu Biodiesel (B100/RME).

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